DB2 verweigert Zugriff

Freitag, 18. Januar 2008, 14:21 Uhr von Felix

Im Rahmen des Wirtschaftsinformatikpraktikums wird ein datenbankgestütztes Anwendungssystem für die Fachschaft WIAI entwickelt. Diese betreibt einen MySQL-Server für bestehende Projekte. Es wäre also durchaus naheliegend eine MySQL-Schnittstelle zu implementieren.

Der Lehrstuhl gibt jedoch IBMs kommerzielle DB2, augenscheinlich Datenbankverwaltungssystem seiner Präferenz, vor. Man munkelt, dass dabei der folgende Ausruf fiel: „MySQL? Da können wir ja gleich Access nehmen“. Diese Entscheidung ruft Murren auf Seiten der Studenten hervor, da es keine vernünftigen offiziellen Verwaltungstools gibt, die ein Verfolgen der Auswirkungen von Operationen auf den Tabellen ermöglichen und man sich keinen lokalen Testserver aufsetzen kann.
Letzeres ist insbesondere deshalb ärgerlich, da der Einsatz bestehender, bereits ausgiebig getesteter ORM-Frameworks (à la Hibernate) ebenfalls durch den Lehrstuhl untersagt wurde und der Test der zu entwickelnden Schnittstelle dadurch unnötig erschwert wird.
Open Source Software (PostgreSQL, MySQL, Firebird…) hingegen kann man sich kostenlos herunterladen und lokal installieren um bequem und unter Ausschluss von etwaigen Verbindungsproblemen zu Testen.

Also entwickeln die Studenten DB2-Schnittstellen, die sich in Unit Tests gar prächtig schlagen. Tags drauf werden diese im integrierten System getestet und nichts, aber auch gar nichts funktionierte. Statt Datensätzen liefert DB2 nichtssagende Fehlercodes zurück. Was war geschehen?

Der Lizenzschlüssel war abgelaufen! Das wäre mit MySQL wohl nicht passiert.

Scaffolding in Rails 2.x

Dienstag, 01. Januar 2008, 23:24 Uhr von Felix

Mit Ruby on Rails in der Version 2.0 sind Änderungen beim Scaffolding einhergegangen. Nahezu alle für 1.x geschriebenen Tutorials und Bücher generierern Fehlermeldungen.

Dynamisches Scaffolding in einem Controller mittels
[ruby]scaffold :model[/ruby]
wird in Rails 2.x nicht mehr unterstützt.

Auch statisches Scaffolding durch Eingabe von
[code lang=“bash“]ruby script/generate scaffold model controller[/code]
auf der Console funktioniert nicht mehr. Die Syntax wurde wie folgt geändert:
[code lang=“bash“]ruby script/generate scaffold model fieldname:fieldtype fieldname:fieldtype[/code]

Fehler bei der Installation von Mongrel

Freitag, 21. Dezember 2007, 20:15 Uhr von Felix

Mongrel, die erste Wahl zur Bereitstellung von Rails-Applikationen, lässt sich ganz einfach mit

gem install mongrel

installieren. Soweit so gut. Bei uns (Debian/GNU Linux) hat das leider nicht funktioniert. Genauer gesagt hat sich das benötigte Gem (ein Begriff aus der Ruby-Welt, gleichbedeutend mit Paket) „Fastthread“ zu Wort gemeldet:

ERROR: While executing gem ...(Gem::Installer::ExtensionBuildError)
ERROR: Failed to build gem native extension.

Des Rätsels Lösung: entgegen meiner Annahme waren zum Zeitpunkt der Übergabe des Servers durch den ISP nicht alle benötigten Pakete zur Kompilierung installiert. Mit folgendem Befehl lässt sich dies beheben:

apt-get install build-essential

Damit sollte die Installation im zweiten Anlauf problemlos über die Bühne gehen.

Ciao StudiVZ

Montag, 17. Dezember 2007, 19:50 Uhr von Felix

Das StudiVZ: an und für sich eine nette – wenn auch geklaute – Idee. Über ein Jahr lang habe ich mich mit dem mageren Funktionsumfang (Beispiel: warum kann man das Verlinken seines Profils auf Photos nicht deaktivieren?) und den tagelangen Ausfällen (Käffchen?) abgefunden.

Nun ändert das StudiVZ die Allgemeinen Geschäftsbedingungen und wer nicht zustimmt, der ist in Zukunft außen vor. Was lange abzusehen war geschieht nun: wir, die Nutzer, werden vollends zur Ware. Verständlich eigentlich: Personal, Server usw. bezahlen sich schließlich nicht von selbst und auch die Holtzbrinck Verlagsgruppe hat mit Sicherheit nicht die horrende Summe von circa 100 Millionen Euro (so munkelt man) investiert, um ein defizitäres Internetangebot zu betreiben. Man will also Geld mit Targeting, zielgruppengerechter Werbung, verdienen.
Die Ankündigung hat viel Staub aufgewirbelt: Spiegel, TAZ, Welt und viele andere berichteten. Auch einige Gruppen zu diesem Thema wurden gegründet (einfach mal nach „AGB“ suchen). Die StudiVZ Ltd. hat reagiert, seine neue AGB überarbeitet und eine FAQ zusammengestellt. In dieser wird klargestellt:

„Wir haben beschlossen, die SMS- und Instant-Messenger-Werbung aus den Datenschutzerklärungen herauszunehmen. Diese Form der Werbung wird es damit bei studiVZ auch zukünftig nicht geben.“

Neben all den Unglaublichkeiten, die noch immer Bestandteil der neuen AGB sind, zeigt dieses „Entgegenkommen“ wes Geistes Kind die Herren Brehm, Bemmann und Co sind. Mir reicht es. Was denken die sich eigentlich? Ich werde das, wie viele andere auch, nicht mehr mitmachen und die AGB ablehnen, mich also selbst aussperren. Mein Profil ist nun leer. In Kürze werde ich auch Photos, Links, Gruppen und Pinnwandeinträge entfernen und das Profil vollends löschen lassen.

Falls mich jemand sucht, so kann er mich mithilfe der größten Datenkrake unserer Zeit problemlos finden. Einfach meinen Vor- und Zunamen eingeben und unter den ersten paar Ergebnissen nachsehen oder alternativ gleich ohne Umwege FelixMiddendorf.eu in die Adressleiste des Browsers tippen. Zweifelsohne ist das umständlicher als im StudiVZ drei Klicks zu machen, aber ich hoffe dennoch, dass ihr Verständnis für diese Entscheidung habt. Wer es mir gleichtun will: nur zu.

Also dann: Ciao StudiVZ. Oder wie man hier in Bamberg sagt: Adela!

IT-Blogs

Montag, 17. Dezember 2007, 18:27 Uhr von Felix

Die Lektüre folgenden drei IT-Blogs kann ich wärmstens empfehlen:

  • The Daily Worse Than Failure präsentiert Kurioses aus der IT-Welt: die schlimmsten Code-Schnippsel, die schrägsten Vorstellungsgespräche. (Englisch)
  • Joel on Software: Joel Spolsky, Software-Guru aus New York und CEO von FogCreek Software, schreibt seit 2000 über Software-Entwicklung, Management, Business und das Internet. (Englisch)
  • Signal vs. Noise: Mitarbeiter von 37signals, das Unternehmen hinter diversen modernen Webanwendungen sowie Ruby on Rails, erläutern Designentscheidungen, Arbeitsmethoden und präsentieren interessante Links. (Englisch)

Über weitere, qualitativ hochwertige Vorschläge für diese Liste würde ich mich sehr freuen.